Donnerstag, 3. April 2014

Blogprojekt "7 weeks positive": Negativität fasten

Karmindra hat auf ihrem Blog das Projekt "7 weeks positive" gestartet und will versuchen, bis Ostern "Negativität zu fasten".

Den Sinn und Zweck einer Fastenzeit ansich habe ich nie wirklich verstanden, aber das positive Denken hatte ich mir vor einiger Zeit schonmal auf eine to-do-Liste geschrieben. Eigentlich mit der Zielsetzung, das eine Woche lang bewusst durchzuziehen und genau darauf zu achten, ob sich was ändert und wenn ja, was. Daher steige ich nun (wenn auch etwas spät, aber die Zeit ist mir ja wurst) bei Karmis Blogprojekt mit ein, um auch von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu lernen.


Meine Meinung zu negativen Dingen ist, dass wir sie manchmal brauchen, um eine bestehende Situation zu verbessern und insgesamt etwas Positives zu erreichen. In dem Sinne sind gewisse negative Dinge Hinweise und Wegweiser für uns, die man auch nicht ausblenden sollte. Es gibt aber auch unglaublich viel "unproduktive Negativität", die uns nicht vorwärts bringt, sondern im Gegenteil noch Energie raubt und blockiert.

Dies hier sind Karmis Regeln und was ich für mich daraus mache:
 
  • Vermeidung negativer Schlagzeilen, Nachrichten, Medien etc.
  • Es stimmt schon, dass Medien sehr einseitig auf negative Dinge und Katastrophen ausgerichtet sind. So funktionieren sie halt, denn das ist es, was sich am besten verkauft. Allerdings finde ich es wichtig, dennoch bei wichtigen Dingen auf dem Laufenden zu bleiben, denn wenn ich etwas in der Welt verbessern möchte, muss ich ja zunächst den Missstand identifizieren. Negatives "verdrängen" ist zumindest für mich kein Weg zum Glücklichsein, da das genau die Einstellung ist, die diese Situationen begünstigt. Entscheidend ist, wie man darüber denkt: konzentriert man sich auf das Problem, oder denkt man sich "Hey, ich kann helfen dieses Problem zu lösen, indem ich..." ? Für mich bedeutet diese Regel also: keine unnötigen Katastrophen-Nachrichten, bei denen ich nichts an der Situation ändern kann (Busunglücke, militärische Konflikte, gelbe Krawatten) aber informieren über Dinge, auf die ich Einfluss habe, und mich dabei auf das Positive was ich tun kann konzentrieren (Massentierhalung, Tierversuche, Krümel auf dem Küchentisch).

  • Arbeit mit positiven Gedanken und Affirmationen
  • Hier werd ich einfach versuchen, meine Gedanken positiv zu formulieren. Vorhin z.B. fiel mir mein Geodreieck die Dachbodentreppe runter. Statt "Ach Mist, jetzt muss ich nochmal runter" dachte ich "Juchu, es ist noch ganz!". Außerdem werde ich versuchen, mindestens einmal am Tag bewusst etwas zu tun, hören oder sehen, was mich glücklich macht.

  • Katastrophenphanatsien einschränken
  • Da ich generell ein sehr optimistischer Mensch bin, gibt es bei mir eigentlich keine großartigen Katastrophenphantasien. Bislang hat ja auch jede noch so blöde Situation irgendwie immer zu etwas Gutem geführt, daher ist mein Grundsatz bislang eher ein "Wenns in die Hose geht, hat man wenigstens trotzdem Erfahrungen gemacht!" und wenn mans mal so überlegt, die meisten "Katastrophen" sind ja jetzt auch nicht allzu schlimm.

  • Nichts Negatives über irgend einen Menschen sagen, versuchen das Positive sowohl in jeder Situation, als auch in jeder Person zu sehen
  • Nun gut, ich werd es versuchen, wobei das bei manchen Aspekten einiger Personen echt schwerfallen könnte. Aber da kann man ja zumindest versuchen, sie einfach zu ignorieren. Natürlich auch nur so weit, wie das Verhalten über welches ich mich empöre niemandem schadet außer der Person selbst. Ich mach ja hier Negativfasten zum eigenen Wohl und kein "die andere Wange hinhalten" oder "Missstände verdrängen". In dem Sinne wäre die Konsequenz, die Person als ansich negatives Element von mir fernzuhalten.

Der Gedanke ist der Ursprung für Worte und Taten. Das Problem an der Sache Die besondere Herausforderung ist daher: Man muss seine Gedanken positiv umformen, in dem Moment wo sie einem durch den Kopf schießen. Ich glaube, zunächst ist es ganz normal, dass man zunächst den üblichen Gedanken bildet, und dann schnell einen Gedanken zu etwas Positivem hinterherschiebt. Aber auf die Dauer kommt der bestimmt irgendwann von ganz allein zuerst hinzu und ersetzt dann vielleicht auch den Negativgedanken komplett.

Generell halte ich mich für einen sehr optimistischen Menschen, aber bin gespannt, was vielleicht noch passiert, wenn ich mal bewusst unproduktive negative Dinge von mir fernhalte.

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