Montag, 26. Mai 2014

7 weeks positive - Abschluss

Aloha ihr lieben,

anbei noch meine abschließenden Gedanken zum Projekt "7 weeks positive".

Gelassenheit
Das hätte ich jetzt nicht unbedingt erwartet, aber mit zunehmender Positivität und weniger nutzlosem Gemecker über Kleinigkeiten wurde ich nach und nach immer gelassener. Sogar gereizte Angriffe von anderen (entnervte Leute im Supermarkt, pieselige Forumsmitglieder usw.) prallten an mir ab, bzw. ich war plötzlich sogar erstaunlich schlagfertig, weil ich sie einfach nicht mehr ernstgenommen hab.

Dankbarkeit
Obwohl ich generell schon jemand war, der für das, was ihm hier geboten wird, sehr dankbar ist (da ich immer den Vergleich zu Menschen aus anderen Teilen der Welt mache), kam grade in den letzten Wochen noch einiges hinzu - ich habe mich sehr beschenkt gefühlt für meine Freunde, kleine Familie und die vielen Möglichkeiten, die sich mir bieten. Um das zu würdigen und richtig anzunehmen, hab ich das Zusammensein bewusst genossen (ja, auch mit meiner ewig zeternden Mutter, irgendwie) und will versuchen, das Beste aus den Möglichkeiten zu machen, die ich habe.

Die beliebte Opferrolle
Das kommt jetzt erstmal etwas exotisch, aber: viele Leute sehen sich als Opfer von Umständen. Quasi permanent. Der Arbeitsplatz ist scheiße - die Umstände sind schuld. Sie haben zugenommen - die Umstände sind schuld. Man muss zu einem Geburtstag, zu dem man nicht will - die Umstände sind schuld.

Das ist insofern negatives Denken, weil man damit Dinge, die einen eigentlich stören, noch stärker in seinem Leben fixiert. Dadurch, dass man sich selbst als Opfer sieht,beschneidet man sich selbst immer weiter in seiner Macht, sein Leben selbst zu bestimmen. Mir ist das natürlich wieder besonders bei meiner Mutter aufgefallen, aber erschreckenderweise auch bei Freund. Erkennbar ist es an gehäuften Formulierungen wie "Ich muss jetzt dies und jenes machen".

 Aber die Sache ist doch die: man hat eigentlich immer eine Wahl, wirklich immer. Alles das hat man sich selbst ausgesucht! Manchmal sieht es nur nicht danach aus ist ("Ich muss zur Arbeit"), aber: wir haben auch das gewählt. Wir hätten auch andere Möglichkeiten gehabt (z.B. arbeitslos sein, oder einen Eiswagen kaufen, oder zu Fuß nach Indien pilgern und von Spenden und kleinen Jobs leben). Aber da gefielen uns möglicherweise die Konsequenzen nicht (weniger Geld), oder wir hatten Angst.

Daher muss man sich bei solchen Dingen fragen: Was für Alternativen gibt es (außer bei Erkrankungen gibt es immer welche!)? Warum habe ich trotzdem diesen Weg gewählt? Entweder man findet dann einen neuen Weg, der besser zu einem passt (sofern man den Mut dazu hat), oder man erkennt, dass man sich das bewusst als den besten Weg ausgesucht hat - und kann es dann positiv sehen.

Bei mir konkret bedeutet das grade: Ich will mir demnächst die Weisheitszähne herausoperieren lassen, damit ich weniger Entzündungen bekomme und meine Zähne sich nicht verschieben (und dann will ich einige Tage nur Suppe essen, weil das bequemer und besser für die Wunde ist). Und ich will meine Diplomarbeit jeden Tag weiterschreiben, damit sie gut wird und mein Studium bald fertig ist. Ich muss hier überhaupt nichts!

Was ich mitnehme...
...aus diesen 7 Wochen: Das wird hoffentlich sein, dass ich positive Aspekte in allem suche, mich auf die Möglichkeiten statt Hindernisse konzentriere (wobei man die Hindernisse natürlich trotzdem sehen muss, sonst läuft man gegen die nächste Laterne) und Energie nicht für sinnloses Aufregen verpulvere. Und natürlich Lachen und Lächeln, so oft wie möglich!
 
Ich hoffe, den anderen Teilnehmern und auch den "nur Lesern" hat die Challenge auch etwas gebracht und vielleicht ein bisschen mehr Positivität im Universum erzeugt.

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