Donnerstag, 21. August 2014

Das angekaute Brot bzw. Fettnäpfchen in katholischen Autos

Aloha,

manch ein Heide hat ja Kummer, weil unwissende Gäste die Essensgabe an den Hausgeist für ein Schälchen Knabberzeugs zum wegknuspern halten, ein speziell ausgelegtes Muster aus Kieseln auf der Terrasse achtlos zur Seite gekehrt wird usw. Inzwischen haben aber auch Anhänger von Mainstream-Religionen wie dem Katholizismus infolge schrumpfender Mitgliedszahlen ähnliche Probleme:
 
Vor einigen Jahren, als Freund & ich bei seinen Eltern zu Besuch waren, hatten wir mal deren Auto geliehen, um einen Ausflug zu machen. Auf irgendeinem Parkplatz kramte ich dann im Fach in der Beifahrertür nach der Wanderkarte, dabei fiel mir ein altes, in Taschentuch eingewickeltes Stück Brot auf. Da ich ja ein recht ordentlicher Mensch bin, nuschel ich nebenbei "Ach, hier liegt n Stück altes Brot, das schmeiß ich grad mal weg..." Es folgt ein panischer Aufschrei von Freund mit der hastigen Erklärung, dass das kein Brot sei, sondern eine Hostie oder irgendwas in der Art, jedenfalls von einem Priester geweiht und in den Augen seiner Eltern offenbar für die Sicherheit des Autofahrers und der Mitfahrer wichtiger als der Airbag.

Memo an heidnische Mitfahrer in katholischen Autos:
Niemals herumliegende Essensreste ungefragt wegwerfen. Am besten direkt ingorieren.

Freund fährt übrigens in seinem Auto inzwischen auch ein Stück Brot durch die Gegend. Nicht für seine Sicherheit, sondern für die seiner Mutter, die andernfalls wohl einen Nervenzusammenbruch bekommen würde.

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